Friday, October 20, 2006
Minutos, minutos...
Was man nicht alles verkaufen kann... Im letzten Jahr machte die Geschichte von einem Englaender die Runde, der eine Internetseite aufschaltete und dann jedes einzelne Pixel des Bildschirms verkaufte und dabei Millionaer geworden ist. Dass es ausserdem Leute gibt, die Grundstuecke auf dem Mond verkaufen, ist bereits allgemein bekannt.
In Kolumbien jedoch wird Zeit verkauft. An jeder Strassenecke gibt es "minutos" zu kaufen... Eine Minute kostet normalerweise 200 Pesos.
Die Erklaerung dieses Phaenomens: In Kolumbien gibt es drei Mobiltelefon-Anbieter. Es ist aber so, dass Anrufe zu einer Nummer eines anderen Anbieters sehr viel teurer sind als innerhalb des selben Anbieters. Wenn man nun jemanden anrufen will, der einen anderen Anbieter hat, ist es von Vorteil, wenn man dies von einem Handy mit der selben Vorwahl tut. Deshalb gibt es Leute, die sich bei allen drei Unternehmen anmelden und dann "minutos" verkaufen. Sie stehen den ganzen Tag auf der Strasse, die Handys in einer Tasche und rufen "minutos, minutos..." wenn man vorbeilaeuft.
Es gibt auch Studenten, die sich zusammentun und zu dritt sozusagen ein Kleinstunternehmen bilden (wobei jeder natuerlich einen anderen Anbieter haben muss). Wenn sie frei haben, setzen sie sich beim Eingang der Uni hin, stellen ein Kartonschild auf die Strasse, worauf "minutos $200" steht und arbeiten ein paar Stunden indem sie Minuten verkaufen. Damit verdienen sie sich ihr Sackgeld fuer das Studium.
Man geht nun also zu so einer lebenden Telefonzelle, sagt ihm die Nummer, er zueckt das richtige Handy, man telefoniert, zahlt, "muchas gracias" und tschau...
Was man nicht alles verkaufen kann... Im letzten Jahr machte die Geschichte von einem Englaender die Runde, der eine Internetseite aufschaltete und dann jedes einzelne Pixel des Bildschirms verkaufte und dabei Millionaer geworden ist. Dass es ausserdem Leute gibt, die Grundstuecke auf dem Mond verkaufen, ist bereits allgemein bekannt.
In Kolumbien jedoch wird Zeit verkauft. An jeder Strassenecke gibt es "minutos" zu kaufen... Eine Minute kostet normalerweise 200 Pesos.
Die Erklaerung dieses Phaenomens: In Kolumbien gibt es drei Mobiltelefon-Anbieter. Es ist aber so, dass Anrufe zu einer Nummer eines anderen Anbieters sehr viel teurer sind als innerhalb des selben Anbieters. Wenn man nun jemanden anrufen will, der einen anderen Anbieter hat, ist es von Vorteil, wenn man dies von einem Handy mit der selben Vorwahl tut. Deshalb gibt es Leute, die sich bei allen drei Unternehmen anmelden und dann "minutos" verkaufen. Sie stehen den ganzen Tag auf der Strasse, die Handys in einer Tasche und rufen "minutos, minutos..." wenn man vorbeilaeuft.
Es gibt auch Studenten, die sich zusammentun und zu dritt sozusagen ein Kleinstunternehmen bilden (wobei jeder natuerlich einen anderen Anbieter haben muss). Wenn sie frei haben, setzen sie sich beim Eingang der Uni hin, stellen ein Kartonschild auf die Strasse, worauf "minutos $200" steht und arbeiten ein paar Stunden indem sie Minuten verkaufen. Damit verdienen sie sich ihr Sackgeld fuer das Studium.
Man geht nun also zu so einer lebenden Telefonzelle, sagt ihm die Nummer, er zueckt das richtige Handy, man telefoniert, zahlt, "muchas gracias" und tschau...